FAQ – Häufige Fragen

Permanent Make-up

  • Regelmäßige Weiterbildungen sind fachlich dringend zu empfehlen.

    Techniken, Pigmente, Geräte, Hygienevorschriften und rechtliche Anforderungen entwickeln sich laufend weiter. Eine einmalige Ausbildung ersetzt daher keine kontinuierliche Fortbildung.

  • Zu einer professionellen Kundendokumentation gehören insbesondere:

    • Anamnesebogen
    • Einverständniserklärung
    • Aufklärungsbogen
    • Datenschutzhinweise
    • Vorher-Nachher-Fotos
    • Angaben zu Pigmenten und Chargennummern
    • Angaben zu Nadeln und Materialien
    • Behandlungsprotokoll
    • Pflegehinweise
    • Dokumentation der Nachbehandlung
  • Eine geeignete Betriebs- beziehungsweise Berufshaftpflichtversicherung ist dringend zu empfehlen.

    Sie sollte ausdrücklich Permanent-Make-up-Behandlungen und die konkret angebotenen Leistungen abdecken.

  • Im geschützten Rahmen der Ausbildung darf unter Anleitung an Modellen gearbeitet werden.

    Eine selbstständige gewerbliche Behandlung zahlender Kund*innen ist erst zulässig, wenn die entsprechende Gewerbeberechtigung vorliegt.

  • Bei einer Auffrischung ist das bestehende Permanent Make-up noch deutlich erkennbar und die ursprüngliche Form kann weitgehend übernommen werden.

    Ist das Pigment nahezu vollständig verblasst, soll die Form verändert werden oder stammt die ursprüngliche Arbeit von einem anderen Studio, kann die Behandlung als Neuanlage oder Fremdarbeit eingestuft werden.

  • Das hängt von Farbe, Form, Sättigung und Tiefe des bestehenden Permanent Make-ups ab.

    Vor einer Überarbeitung muss beurteilt werden, ob:

    • direkt darüber pigmentiert werden kann
    • eine Farbkorrektur möglich ist
    • ein Cover-up sinnvoll ist
    • zuerst eine Aufhellung oder Entfernung notwendig ist

    Eine verbindliche Einschätzung ist meist nur nach einer persönlichen Begutachtung möglich.

  • In vielen Fällen ist nach Abschluss der ersten Heilungsphase eine Nachbehandlung notwendig.

    Dabei können Pigmentverluste ausgeglichen, Form und Farbe kontrolliert und kleinere Unregelmäßigkeiten korrigiert werden.

  • Permanent Make-up verblasst mit der Zeit.

    Die Haltbarkeit ist unter anderem abhängig von:

    • Hauttyp
    • Stoffwechsel
    • Pigmentiertechnik
    • Farbauswahl
    • Sonneneinstrahlung
    • Pflege
    • Medikamenten
    • Lebensstil
    • Alter
    • Stärke des Immunsystems

    Eine allgemeingültige Haltbarkeitsgarantie ist daher nicht möglich.

  • Permanent Make-up wird während der Schwangerschaft üblicherweise nicht durchgeführt.

    Auch während der Stillzeit kann es sinnvoll sein, die Behandlung zu verschieben. Neben gesundheitlichen Überlegungen können hormonelle Veränderungen das Pigmentierergebnis und die Wundheilung beeinflussen.

  • Kontraindikationen sind gesundheitliche Umstände, bei denen eine Behandlung nicht oder nur nach ärztlicher Freigabe durchgeführt werden darf.

    Dazu können beispielsweise zählen:

    • akute Entzündungen
    • Infektionen
    • offene Wunden
    • Hauterkrankungen im Behandlungsbereich
    • bestimmte Medikamente
    • Blutgerinnungsstörungen
    • schwere Allergien
    • Schwangerschaft oder Stillzeit
    • nicht eingestellte Erkrankungen
    • starke Immunschwäche….

    Die Entscheidung muss immer anhand der konkreten Situation getroffen werden.

  • Vor jeder Behandlung muss geprüft werden, ob Kontraindikationen vorliegen.

    Ist ein Modell aus gesundheitlichen oder fachlichen Gründen nicht für die Behandlung geeignet, darf die Pigmentierung nicht durchgeführt werden. Daher sollte möglichst frühzeitig ein Ersatzmodell organisiert werden.

  • Bei vielen Praxismodulen müssen die Teilnehmer*innen ihre Modelle selbst organisieren. Selbst mitgebrachte Modelle sind verlässlicher. Es gibt bei Gaube Kosmetik allerdings Modelllisten und eine Facebookplattform.

    Die konkreten Modellzeiten, Voraussetzungen und eventuell anfallenden Modellkosten werden vor Ausbildungsbeginn bekannt gegeben.

  • Die Anzahl der erforderlichen Modelle hängt vom jeweiligen Ausbildungsangebot ab.

    Bei einer umfassenden Diplomausbildung werden mehrere Behandlungen an unterschiedlichen Zonen durchgeführt. Dadurch sollen Sicherheit, Routine und Erfahrung für den späteren Berufsalltag aufgebaut werden.

    Die Gaube PMU-Business-Professional-Ausbildung umfasst derzeit insgesamt 283 Unterrichtseinheiten und 24 Modellarbeiten.

  • Eine umfassende Ausbildung sollte insbesondere folgende Bereiche abdecken:

    • Augenbrauen
    • Lidstrich
    • Lippen
    • Farbenlehre
    • Gesichtsvermessung
    • Vorzeichnung
    • Hautkunde
    • Gerätekunde
    • Nadelkunde
    • Pigmentkunde
    • Hygiene
    • Kontraindikationen
    • Kundenberatung
    • Dokumentation
    • Nachpflege
    • Rechtliche Hinweise
    • praktisches Arbeiten an Modellen

    Der genaue Umfang ist von der gewählten Ausbildung abhängig.

  • Für den Beruf sind insbesondere wichtig:

    • eine ruhige Hand
    • Genauigkeit
    • Geduld
    • Verantwortungsbewusstsein
    • Freude am Arbeiten mit Menschen
    • Hygienebewusstsein
    • Konzentrationsfähigkeit
    • Interesse an Farben, Formen und Ästhetik

    Zeichnerische Vorkenntnisse sind hilfreich, aber für eine Grundausbildung nicht zwingend notwendig.

  • Grundsätzlich sollte die Ausbildung mit Erreichen der Volljährigkeit absolviert werden.

    Bei einzelnen Ausbildungen kann eine Teilnahme bereits ab 16 Jahren mit schriftlicher Zustimmung der Erziehungsberechtigten möglich sein. Die genauen Voraussetzungen sind bei der jeweiligen Ausbildung angeführt.

  • Nein. Für den Einstieg in eine Permanent-Make-up-Grundausbildung ist eine abgeschlossene Kosmetikausbildung grundsätzlich nicht erforderlich.

    Für die spätere selbstständige Berufsausübung muss jedoch die entsprechende Gewerbeberechtigung für Permanent Make-up beziehungsweise Tätowieren vorliegen.

  • Für eine Grund- oder Diplomausbildung sind grundsätzlich keine fachlichen Vorkenntnisse erforderlich. Die Ausbildung eignet sich daher auch für Berufsanfängerinnen und Berufsumsteigerinnen.

    Für Perfektionsschulungen, Mastertrainings und Spezialisierungen ist hingegen eine bereits abgeschlossene Permanent-Make-up-Ausbildung erforderlich.

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